Die 10. Mannheim Media Night

Christa Schwemlein

Immer mehr unserer Kunden befassen sich mit den digitalen Medien. Somit war es für uns selbstverständlich an der diesjährigen „Mannheim Media Night“, die unter dem provokanten Titel „Digitale Steinzeit – so sehen Unternehmen 2020 aus“ stand, teilzunehmen. Das Kongresszentrum des Mannheimer Rosengartens bot für die Jubiläumsveranstaltung am 3. Juli 2014 einen stilvollen Rahmen.

Die Veranstalter

2008 wurde die Idee zu diesem Kongress geboren. Die Idee kam ihm quasi unter der Dusche, berichtete der Präsident des BVMM, Prof. Dr. Lembke. Im darauf folgenden Jahr organisierte er erstmalig das „Marketing Symposium“, das seit drei Jahren auch als „Mannheim Media Night“ bekannt ist. Die ersten Veranstaltungen hatte er ohne studentische Hilfe organisiert. Ab der 7. Veranstaltung legte er die Organisation und Durchführung in die Hände eines Teams, das sich aus einfallsreichen Studierenden und Professoren der Dualen Hochschule Baden –Württemberg Mannheim zusammensetzt. Bereits im Januar startete das mittlerweile 12köpfige Team mit den Vorbereitungen der diesjährigen Jubiliäumsveranstaltung.

Die Veranstaltung

“Down by the Riverside”, mit diesem mitreißenden Gospelsong eröffnete der Jugendchor der „Akademie für Tonkunst“ unter der Leitung von Claudia Nicolai den Abend und sorgte damit sofort für eine positive Stimmung im Saal.

„Ich interessiere mich sehr für die Zukunft, denn ich werde den Rest meines Lebens in ihr verbringen“, mit diesen Worten von Charles Kettering eröffnete Prof. Dr. Nagler, Rektor der DHBW Mannheim, seine kurze Begrüßungsansprache. Mit einem weiteren Zitat von Golo Mann setze er seine Rede fort: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, wird die Zukunft nicht in den Griff bekommen.“ Sein Appell zum Schluss: „Interessieren Sie sich für die Zukunft! Sie bleibt ungeheuer spannend!“.

Die Referenten

Gegen 17.30 Uhr ging es dann mit der Marketingexpertin Dr. Silvia Danne und ihrem Vortrag „ANDERS und nicht ARTIG“ richtig los. Tenor ihres Vortrages: Im Web 3.0 sympathisch wirken, in den Unternehmen Sinn und Werte vermitteln sowie eine Wertegemeinschaft forcieren. Es gehe darum Wege zu beschreiten, die sich von der Masse abheben. Ein Preiskampf sei nicht die Lösung, um die eigenen Produkte zu verkaufen. Andersartigkeit sei die Message, die funktioniert. Sie veranschaulichte ihre These u.a. anhand von buntem Klopapier. Alles in allem: Interessant, aber nichts wesentlich Neues.

Auf den nächsten Referenten hatte ich mich riesig gefreut. Dr. Willms Buhse von doubleYUU, einem Beratungsunternehmen spezialisiert auf die Einführung von Prinzipien des Web 2.0 in Unternehmen. Er war einer der Dozenten von meinem „Social Media Basis – Lehrgang“ vor 4 Jahren. Seine Vorlesung damals war, was Inhalt und Methodik betreffen, einfach spitze. Doch leider musste der Referent die Veranstaltung aus persönlichen Gründen absagen. Eine seiner Mitarbeiterinnen versuchte, ihn mit dem Vortrag „Management by Internet: Neue Führungsmodelle für Unternehmen in Zeiten der digitalen Revolution“ würdig zu vertreten.

Danach trafen wir uns zum „Networking“ am Buffet. Nach der Pause ergriff Dr. Jens Wegmann das Wort. Er war in der Einladung als weltweit bester Marketingberater angekündigt. Ich war gespannt. Diesen Redner kannte ich nicht, ebenso die von ihm entwickelte HMBKA-Methode für den digitalen Erfolg. Auch er begrüßte uns nicht mit eigenen Worten, sondern wählte zur Begrüßung ein Satz von Gorden Braun, den dieser bei einer Ansprache in einem Gefängnis gesagt haben soll: „Schön, dass Sie hier sind!“
Damit hatte er sofort die volle Aufmerksamkeit der ca. 400 Besucher und natürlich die Lacher auf seiner Seite. Die Wiedergabe des Vortrages mache ich kurz. Ich hab´mich gekugelt vor Lachen, mein Mann auch, wie Sie hier im Bild sehen.

Es folgte ein lockerer Spruch nach dem andern. Doch nach dem Trinkspruch vom Bodensee, der da lautete: „Ach mir tut das Herz so weh, wenn ich vom Glas den Boden seh`“, wurde ich ungeduldig. Die Andersartigkeit kann man auch übertreiben, dachte ich. Wann kommt dieser Mann endlich auf den Punkt? Langer Rede kurzer Sinn. Der vermeintliche Marketingexperte entpuppte sich als überzeugender Comedy-Redner. Klasse!

Nach dieser humorigen Einlage räumte Mandy Baumann von der Unternehmensberatung Gallup mit den drei großen Social-Media-Mythen auf. Sie stellte die Frage in den Raum, ob es für Unternehmen nicht sinnvoll wäre, statt eines “Social-Media-Managers” einen „Chief-Listening-Manager“ einzustellen, also jemanden, der sich auf das Zuhören konzentriert. Im Grunde hat sie nichts anderes gesagt als Sanjay Sauldie vor Jahren in Hockenheim: Social Media ist ein UND, ein wunderschönes UND.

Gegen 20.30 Uhr lud Johannes Burr vom Axel Springer Verlag zum „Karrieretalk“ im Foyer ein. Er gewährte uns spannende Einblicke, wie im Springer-Verlag Social-Media gelebt wird und wie die sogenannten „Digital Papers“, (Mitarbeiter, die mit den neuen Medien weniger vertraut sind) behutsam an Social-Media herangeführt werden. Schade, dass dieser anschauliche Vortrag im unruhigen und lauten Foyer gehalten wurde. Ich hätte diesem Vortrag mehr Aufmerksamkeit gewünscht.

Letzter Referent und Sahnehäubchen des Abends war der Gründer und Herausgeber der Karrierebibel, Jochen Mai. Mit der Frage; „Bauen Sie schon oder mieten Sie noch?“, eröffnete er die Laudatio auf Blogs.
„Im Blog bin ich der Hausherr und bestimme die Spielregeln. Bei Facebook dagegen bin ich nur zur Miete und muss mir die Regeln diktieren lassen“, so der Sprecher. Anhand von Grafiken zeigte er, wie die Reichweite der Unternehmen, die auf Facebook investierten, zunehmend sinkt. Warum ist das so? “Ganz einfach”, weiß der Redner, “weil Facebook eben auch ein Unternehmen ist und verdienen will. Reichweite bei Facebook wird künftig nur über Geld funktionieren”, davon ist der Social-Media-Experte überzeugt. In seinem engagierten Vortrag verschwieg er aber nicht, dass Bloggen richtig viel Arbeit macht. Ein gut geführtes Blog nimmt eine Menge Zeit in Anspruch. Darüber sollte sich jeder im Klaren sein, der mit dem Gedanken spielt ein Blog zu starten. Fazit seines Vortrages: „My home ist my castle!“

Persönliches

2007 hatte ich an der Blogparade mit dem Titel – Was bedeutet Erfolg für Sie? – teilgenommen. Die Parade wurde von Jochen Mai anlässlich der Herausgabe seiner Karrierebibel ins Leben gerufen. Mit meinem Beitrag war ich unter den 5 glücklichen Gewinnern. Über den Preis, ein Kilo Gourmet Espresso zusammen mit der Karrierebibel, hatte ich mich sehr gefreut. Die Krönung, so hatte ich mir damals gedacht, wäre allerdings eine persönliche Widmung in der „Erfolgsbibel“ gewesen. ;-) Doch wie heißt es so schön? Man bekommt immer eine zweite Chance. An dieser Stelle: Danke, Herr Mai, für die nachträgliche Widmung. Es hat mich gefreut, Sie in unserem schönen Mannheim begrüßen zu dürfen. :-)

Auch wenn es für meinen Mann und mich keine neuen Erkenntnisse gab, so war es doch ein kurzweiliger Abend, den Desiree Duray gekonnt moderierte. Im kommenden Jahr wird es bei der ll. Mannheimer Media-Night um veränderte Mediennutzung gehen. Ob wir am 3. Juni 2015 wieder dabei sein werden?

Christa Schwemlein

P.S.
Eine Zusammenfassung aus dem Rhein-Neckar Fernsehen finden Sie hier: Klick! - Viel Spaß beim Ansehen!

Twitter & Co

Liebe Kundinnen und Kunden,
liebe Leserinnen und Leser,

sicher haben Sie die Verweise auf Twitter und Facebook sowohl hier im Blog als auch auf unserer Firmenhomepage schon bemerkt. D’rauf geklickt hat aber bis jetzt kaum jemand. Ich muss gestehen: Das hat sich bisher auch nicht gelohnt.

Bei meinem Twitteraccount ist nichts los, bei Facebook ist kaum etwas los. Da ich nicht wirklich der WEB 2.0-Freak bin und es unwahrscheinlich ist, das ich mich dahingehend noch entwickeln werde, wird der Twitteraccount in Kürze gelöscht werden. Bei Facebook ist meine Frau mit ihrem privaten Account am Puls des Geschehens. Sie erreicht dort und auch mit ihrem privaten Blog mehr Kunden- und Neukunden als mit unserer Facebookseite. Dies bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass für ein kleines Unternehmen, so wie unseres eines ist, der beste USP immer noch die eigene Persönlichkeit ist. Deshalb wird mein Facebookaccount dem Twitteraccount sehr wahrscheinlich folgen.

Die Traurigkeit ob dieser Maßnahmen wird sich, so vermute ich, bei Ihnen meine lieben Leserinnen und Leser in Grenzen halten. „Social Media is what you make it“, hat meine Frau während Ihres Social-Media-Basislehrganges im Sommer 2010 gelernt. Ich denke, um Social Media erfolgreich zu nutzen, ist es auch nicht notwendig eine Vielzahl von Plattformen zu bedienen. Wir haben das Blog, und das wird, dank meiner Frau, weiter leben.

In diesem Sinne,

Walter Schwemlein
Ihr PC-Betreuer

Noch ein Blog – warum?

Christa Schwemlein

Weil es für die PC-Betreuung Schwemlein noch keines gibt, ganz einfach. Nicht wahr? ;-)

Doch Spaß beiseite. Mit dem Gedanken, für unseren kleinen PC-Service ein Blog zu starten, gehe ich schon lange schwanger. Ermutigung und den letzten Anstoß hierzu bekam ich von der IHK Rhein Neckar im Juli dieses Jahres “Warum steht ‘Speedport oder Router‘ nicht auf Ihrer Firmenhomepage” wollte man beim Webchecktag wissen. „Mit Blick auf Ihre Zielgruppe würde ein Beitrag wie dieser Ihrer Firmenhomepage eine persönliche Note verleihen.“ 

Den Gedanken haben wir aufgegriffen und deshalb begrüße ich Sie heute auf Schwemlein’s Blog.

Als „Entbindungstermin“ haben wir den 16.11.2011 gewählt. Heute, vor genau acht Jahren, habe ich meine ersten Schritte ins Netz gewagt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich keinen blassen Schimmer, was eine Webseite, ein Blog oder eine URL überhaupt ist. „Gemailt“ oder „gegoogelt“ hatte ich bis dato auch noch nie. „Hinterdörflerisch“, höre ich Sie jetzt sagen. Da haben Sie Recht, aber dazu stehe ich und ich gebe gerne zu: „Ich habe bis dahin nichts vermisst.“

Internetvertraute Mitleserinnen und Mitleser werden sich vielleicht fragen, wieso ein konservatives Blog, wo es doch heutzutage Facebook, Twitter und vieles mehr gibt. Ich gestehe, die virtuellen Neuheiten sind mir immer noch fremd und werden es vermutlich auch immer bleiben. Aber ich verweigere mich ihnen nicht. Wie Sie sehen, habe ich ja auch „bloggen“ gelernt. ;-)

Sowohl für meinen Mann als auch für mich stehen Menschen und vertrauensvolle Beziehungen im Vordergrund. Zu unseren Kunden pflegen wir ein freundschaftliches Verhältnis. Wir lieben die Kommunikation und nehmen daraus immer wieder wertvolle Anregungen mit. Deshalb haben wir uns gedacht, dass es schön wäre, diesen Dialog auch im Netz zu pflegen. Als Medium haben wir das Blog gewählt, weil es für uns etwas Verbindlicheres hat als es die Oberflächlichkeit und Kurzatmigkeit der begrenzten Zeichensprache von Facebook und Twitter es zulassen.

Um was es hier gehen wird weiß ich ehrlich gesagt noch nicht. Wege entstehen oft erst im gehen. In diesem Sinne schreibe ich einfach mal darauf los und lasse den Dingen ihren Lauf. Alles andere wird sich zeitgemäß entwickeln. Warten wir’s ab.

Ihre
Christa Schwemlein